LMU-Medizin: Über 11 Millionen Forschungsförderung für Neurowissenschaften
02.02.2026
Im Rahmen einer Initiative zur Stärkung forschender Fachärztinnen und Fachärzte wird die Medizinische Fakultät der LMU vom Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) mit 11,8 Millionen Euro gefördert.
In Förderprogramm „PROMISE“ werden klinisch tätige Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler im Bereich der Neurowissenschaften bei der Bekämpfung von Krankheiten wie Schlaganfall, Alzheimer, Multiple Sklerose und Parkinson unterstützt. Ziel der Förderung ist es, richtungsweisende Forschungsergebnisse schnellstmöglich in die medizinische Versorgung der Patienten zu überführen.
Mit der BMFTR -Initiative wird die Implementierung innovativer Konzepte mit Modellcharakter für Advanced Clinician Scientist-Programme an universitären Standorten gefördert. „Die rasante Entwicklung diagnostischer und therapeutischer Optionen für neurologische Erkrankungen (stellt die Forschung und Patientenversorgung vor neue Herausforderungen. Dafür ist ein fächerübergreifendes Programm erforderlich, das innovative Forschungsansätze aufgreift und weiterentwickelt“, erklärt Professor Martin Dichgans, Sprecher und einer der vier Hauptverantwortlichen von PROMISE.
Für eine Medizin auf Weltklasse-Niveau ist die enge Verbindung von Patientenversorgung und Forschung essentiell. Dass das BMFTR uns in diesem Bestreben unterstützt, zeigt, dass diese an der LMU gelebte Realität auch in Berlin erkannt und anerkannt wird.
Mit den Mitteln des BMFTR sollen 12 Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler am LMU Klinikum gefördert werden, die sowohl klinisch tätig sind als auch forschungsorientiert arbeiten („Clinician Scientist“). PROMISE stellt für die kompetitiv ausgewählten Fachärztinnen und Fachärzte die Vereinbarkeit von Forschung und ärztlicher Tätigkeit sowie von Familie und Beruf sicher und bietet darüber hinaus ein umfassendes Qualifikations- und Mentoringprogramm.
Exzellente Clinician Scientists erhalten so die Möglichkeit, sich wissenschaftlich zu profilieren und für die Übernahme einer Professur oder gleichwertigen leitenden Tätigkeit in Forschung und Versorgung zu qualifizieren. „Das bietet erfolgreichen Bewerberinnen und Bewerbern eine hochattraktive und langfristige Perspektive und wird uns helfen, auch Studierende sowie Ärztinnen und Ärzte am Beginn der Weiterbildung für eine wissenschaftliche Laufbahn in der Universitätsmedizin zu begeistern,“ sagt Professor Markus M. Lerch, Ärztlicher Direktor und Vorstandsvorsitzender des LMU Klinikums.
„Für eine Medizin auf Weltklasse-Niveau ist die enge Verbindung von Patientenversorgung und Forschung essentiell“, sagt Universitätspräsident Professor Matthias Tschöp. „Dass das BMFTR uns in diesem Bestreben unterstützt, zeigt, dass diese an der LMU gelebte Realität auch in Berlin erkannt und anerkannt wird.“
Das neue Programm soll in das bereits etablierte „Medical & Clinician Scientist Program“ (MCSP) zur strukturierten Ausbildung und Förderung von Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler an der Medizinischen Fakultät der LMU integriert werden. „Aktuell werden bereits 42 Clinician Scientists sowie acht Advanced Clinician Scientists über das MCSP gefördert.
Mit dem Programm für Comprehensive Neuroscience (PROMISE) wird das Netzwerk der forschenden Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler gestärkt und der bestehende Forschungsschwerpunkt Neurowissenschaften an der Medizinischen Fakultät weiter ausgebaut“, erklärt Professor Thomas Gudermann, Dekan der Medizinischen Fakultät der LMU München.